Die europäische Automobilindustrie sieht sich im dritten Quartal mit erheblichen finanziellen Rückschlägen konfrontiert. Der Konzern Stellantis, die Muttergesellschaft von Opel, musste einen Verlust von 453 Millionen Euro verbuchen. Dies folgt auf ein profitables erstes Halbjahr, in dem das Unternehmen noch schwarze Zahlen schreiben konnte.

Besondere Herausforderungen sieht Stellantis vor allem auf dem nordamerikanischen Markt. Die Abkehr vom Elektrokurs in den Vereinigten Staaten bereitet dem französischen Konzern derzeit Probleme. Diese strategische Verschiebung trägt maßgeblich dazu bei, dass das Unternehmen nach der anfänglichen Gewinnphase wieder in die roten Zahlen gerutscht ist.

Parallel dazu meldet Europas größter Autobauer, Volkswagen, eine drastische Verschlechterung seiner Bilanz. Das Unternehmen rutschte im dritten Quartal tief in die roten Zahlen und verzeichnete ein Minus von 5,8 Milliarden Euro. Damit verschärft sich die finanzielle Lage des Wolfsburger Konzerns deutlich.

Volkswagen begründet diesen massiven Rückgang in erster Linie mit Sondereffekten, die das Ergebnis belastet haben. Während Stellantis mit Marktstrategien in den USA kämpft, steht bei VW eine Milliardensumme im Fokus, die den Konzern noch tiefer in die roten Zahlen rutschen ließ.