Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC hat eine Untersuchung gegen Walmart, Uber und sieben weitere Unternehmen eingeleitet. Die Firmen müssen offenlegen, ob und in welcher Weise sie persönliche Daten wie den Browserverlauf, den Standort oder das Einkommen nutzen. Ziel ist es zu prüfen, wie diese Informationen zur Festlegung individueller Preise, Löhne und Stellenangebote herangezogen werden.

Neben den genannten Konzernen sind weitere namhafte Anbieter betroffen, darunter Target sowie die Liefer- und Fahrdienste Lyft, DoorDash und Instacart. Auch die Fluggesellschaften Delta, United und JetBlue stehen im Fokus der Behörde. Die FTC beabsichtigt, die gewonnenen Erkenntnisse in einer Studie zu bündeln, die als Grundlage für Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden dienen soll.

Der Vorstoß erfolgt kurz vor den US-Kongresswahlen, bei denen die Lebenshaltungskosten ein zentrales Thema für die Wähler darstellen. Es besteht die Sorge, dass KI und algorithmische Preisfindung genutzt werden, um für jeden Kunden den maximalen Zahlungsbereitschaftspreis zu berechnen. Da solche Strategien für Außenstehende schwer durchschaubar sind, will die FTC diese Wissenslücke nun schließen.

Während die National Retail Federation datengesteuerte Rabatte als Instrument zur Kundenbindung verteidigt, warnen Regulierer vor Verstößen gegen Verbraucherschutzgesetze. FTC-Vorsitzender Andrew Ferguson betonte, dass personalisierte Preise problematisch sein können, wenn Kunden nicht damit rechnen. Ein generelles Verbot solcher Praktiken kann die FTC jedoch nicht verhängen, da ihr die entsprechenden rechtlichen Befugnisse fehlen.